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Ende der Rückforderungen: Friseurhandwerk wehrt sich gegen Corona-Soforthilfe-Bescheide
Hannover, 12.02.2026 – Der Landesinnungsverband des niedersächsischen Friseurhandwerks fordert ein sofortiges Ende der Rückforderungen der Corona-Soforthilfe in Niedersachsen. Im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) in Hannover machte der Verband deutlich: Die Rückzahlungsbescheide belasten tausende Betriebe bis heute massiv – wirtschaftlich, organisatorisch und psychologisch. „Die Corona-Soforthilfe wurde im Frühjahr 2020 ausdrücklich als nicht rückzahlbare Billigkeitsleistung kommuniziert. Genau darauf haben sich die Betriebe verlassen – und genau darauf basierten die Entscheidungen vieler Unternehmerinnen und Unternehmer“, erklärte der Landesinnungsverband. Soforthilfe war als nicht rückzahlbar zugesichert. In den offiziellen FAQ der NBank vom 27.03.2020 hieß es wörtlich:„Nein, es handelt sich hier um eine Billigkeitsleistung, die nicht zurückgezahlt werden muss.“ Und auch das Bundesfinanzministerium schreibt weiterhin auf seiner auf seiner Homepage:https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/archiv-bundesregierung/soforthilfen-funktionieren-1744378 Diese Aussage war nach Ansicht des Verbandes nicht missverständlich, sondern eine zentrale Grundlage der damaligen Antragstellung. Allein in Niedersachsen wurden über 130.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe gestellt. Aktuell laufen weiterhin mehr als tausend Widerspruchsverfahren – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Thema längst nicht abgeschlossen ist. Vertrauensbruch mit schwerwiegenden Folgen Der Landesinnungsverband betont: Viele Betriebe haben die Soforthilfe bestimmungsgemäß zur Existenzsicherung eingesetzt – nicht für Gewinne oder Rücklagen. Die nun verschickten Rückforderungsbescheide kommen teilweise vier bis fünf Jahre nach Auszahlung und treffen viele Unternehmen in einer ohnehin angespannten Lage. Steigende Löhne, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, Investitionsstau und Konsumzurückhaltung setzen dem Friseurhandwerk weiterhin zu. Die Rückforderungen führen deshalb erneut zu Existenzängsten – genau das, was die Soforthilfe ursprünglich verhindern sollte.„Wer ehrlich war, darf keinen Nachteil haben. Es geht hier nicht um Einzelfälle – es geht um Vertrauen in staatliches Handeln“, so der Verband. Ungleichbehandlung zwischen den Bundesländern Besonders kritisch sieht der Landesinnungsverband die bundesweit sehr unterschiedliche Praxis. Während in anderen Bundesländern Rückforderungen z.B. in Baden-Württemberg teilweise gestoppt oder Verfahren z.B. in Hessen ausgesetzt wurden, werden Betriebe in Niedersachsen weiterhin mit Bescheiden, Fristen und teils hohen Zinsforderungen konfrontiert. „Ob jemand heute zahlen muss oder nicht, hängt nicht von der damaligen Notlage ab – sondern davon, in welchem Bundesland der Betrieb sitzt. Das ist ein massiver Gerechtigkeitsbruch“, betonte der Verband. Klare Forderung an Politik und Verwaltung Der Landesinnungsverband fordert daher: alle Rückforderungen der Corona-Soforthilfe aus Landesmitteln vollständig zu erlassen, bereits geleistete Rückzahlungen vollständig zu erstatten, sich auf Bundesebene – insbesondere über den Bundesrat – dafür einzusetzen, dass auch Rückforderungen von Bundesmitteln bundesweit ausgesetzt werden. „Wenn der Staat sich 2020 bewusst für Schnelligkeit entschieden hat, darf er heute nicht so tun, als wäre dies ein Fehler der Betriebe gewesen. Die Verantwortung liegt bei der Politik“, heißt es weiter. Breite mediale Resonanz Die Position des Landesinnungsverbandes stieß im Anschluss an die Landespressekonferenz auf große öffentliche Aufmerksamkeit. Mehrere Medien berichteten ausführlich über die Forderungen des Friseurhandwerks, darunter: NDRHAZn-tvSat1 Regional (Video)WeltnozPrintmedien: u.a. im Göttinger Tageblatt und PAZ Appell an die Landespolitik Der Verband richtet abschließend einen klaren Appell an die Politik: Niedersachsen müsse erneut ein Signal setzen – wie im Frühjahr 2020. „Niedersachsen muss an der Seite seiner Betriebe stehen. Die Rückforderungen müssen beendet werden.“ weiter >>
Zukunftstag 2026 – Nachwuchs für das Friseur- und Kosmetikhandwerk begeistern
Der Landesinnungsverband des niedersächsischen Friseurhandwerks ruft gemeinsam mit dem Landesinnungsverband für das Kosmetik- und Friseurhandwerk des Landes Bremen zur Teilnahme am Zukunftstag 2026 (Girls’ Day und Boys’ Day) am 23. April 2026 auf. Der Zukunftstag ist ein zentraler Baustein der schulischen Berufsorientierung und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9. Ziel ist es, jungen Menschen praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder zu ermöglichen, ihre individuellen Stärken zu fördern und sie unabhängig von traditionellen Rollenbildern bei ihrer Berufswahl zu unterstützen. Das Friseur- und Kosmetikhandwerk bietet dafür ideale Voraussetzungen. Es verbindet Kreativität, handwerkliches Geschick, soziale Kompetenz sowie Verantwortungsbewusstsein in den Bereichen Hygiene, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Um die Betriebe bei der Durchführung des Zukunftstages aktiv zu unterstützen, haben die Landesinnungsverbände begleitende Materialien erarbeitet, die den Tagesablauf strukturieren und den Jugendlichen einen anschaulichen und interaktiven Einblick in den Berufsalltag ermöglichen. Dazu gehören unter anderem Arbeitsblätter, mit denen die Schülerinnen und Schüler reflektieren können, welche Aufgaben Friseurinnen und Friseure im Alltag übernehmen, welche persönlichen Fähigkeiten für den Beruf wichtig sind und welche Aspekte von Arbeitsschutz und Hygiene im Salon eine zentrale Rolle spielen. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, umweltbewusstes Arbeiten und soziales Engagement im Friseurhandwerk werden altersgerecht aufgegriffen und in den Salonalltag eingeordnet. Zusätzlich stellen die Landesinnungsverbände den teilnehmenden Betrieben vorbereitete Goodie-Bags für die Jugendlichen zur Verfügung. Diese enthalten unter anderem Informationsmaterialien und kleine Give-aways, die den Tag abrunden und den positiven Eindruck des Handwerks nachhaltig festigen sollen. Damit möchten die Verbände den Betrieben nicht nur organisatorische Unterstützung bieten, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung gegenüber den jungen Teilnehmenden setzen. Landesinnungsmeisterin Manuela Härtelt-Dören unterstreicht die Bedeutung des Aktionstages: „Nutzen Sie den Zukunftstag 2026, um jungen Menschen zu zeigen, wie vielseitig und spannend unser Friseur- und Kosmetikhandwerk ist. Mit unseren unterstützenden Materialien geben wir den Betrieben ein Werkzeug an die Hand, um den Tag praxisnah, strukturiert und inspirierend zu gestalten. So öffnen wir Türen, erweitern Perspektiven und zeigen, dass Kreativität und Handwerk keine Grenzen kennen.“ Auch Heiko Klumker, Obermeister der Innung Bremen, hebt den Mehrwert für Betriebe und Nachwuchs hervor: „Der Zukunftstag bietet eine großartige Gelegenheit, Schülerinnen und Schüler für unser Handwerk zu begeistern. Durch die vorbereiteten Unterlagen und die Goodie-Bags wird es den Betrieben erleichtert, den Jugendlichen einen echten Einblick in unseren Berufsalltag zu geben und Interesse für eine Ausbildung im Friseur- und Kosmetikhandwerk zu wecken. Wir packen die Nachwuchsarbeit aktiv an und bieten junge Menschen eine großartige Möglichkeit, erste Erfahrungen bei unseren Innungsbetriebe zu sammeln.“ Die Landesinnungsverbände aus Niedersachsen und Bremen laden daher alle Betriebe herzlich ein, sich am Zukunftstag 2026 zu beteiligen und jungen Menschen einen praxisnahen, gut begleiteten und positiven ersten Kontakt mit einem kreativen, modernen und zukunftssicheren Handwerksberuf zu ermöglichen. Wie komme ich in Kontakt mit den Schüler:innen? Dein Betriebsplatz kann online eingetragen werden über: www.girls-day.de www.boys-day.de Wir würden uns sehr freuen, wenn Du den Zukunftstag 2026 nutzt und Deine Türen für interessierte Schülerinnen und Schüler öffnest. Weitere Informationen zur Anmeldung sowie zu Materialien und Goodie-Bags erhältst Du rechtzeitig über Deine Innung. Vielen Dank für Dein Engagement und Deine Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung! Zeitplan bestellen Goodie-Bag bestellen weiter >>
Salonportrait #25 | Trillion Hair
Trillion Hair in Braunschweig steht für Professionalität, Teamgeist und ein Friseurhandwerk, das Menschen seit vielen Jahren begeistert. Die drei Inhaberinnen arbeiten bereits seit über 20 Jahren Seite an Seite. Vor 16 Jahren gründeten sie gemeinsam ihren Salon und sind seither auch fest in der Innung verankert. Was sie verbindet, ist mehr als Berufserfahrung: Es ist eine gemeinsame Vision von Qualität, Miteinander und einem Handwerk, das sich stetig weiterentwickelt. Heute zählt Trillion Hair ein Team von 25 Personen – eine lebendige Mischung aus erfahrenen Stylist:innen, jungen Talenten und Spezialist:innen, die ihre Expertise gern teilen. Viele Mitarbeitende haben sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert und geben ihr Wissen kontinuierlich an Kolleg:innen weiter. Diese Kultur des Lernens wird durch regelmäßige Schulungen unterstützt, die je nach Interesse und Talent gefördert werden. So entsteht ein Umfeld, in dem jede:r wachsen kann – fachlich wie persönlich. Von diesem offenen Austausch profitieren besonders die Auszubildenden. Sie erleben einen Salon, in dem Fragen willkommen sind, individuelle Stärken gesehen werden und Lernen als gemeinsamer Weg verstanden wird. Eine der Inhaberinnen, Kathrin Hartmann, engagiert sich darüber hinaus als Obermeisterin ihrer Innung. Was ihr im Salon wichtig ist, gilt auch dort: Stärken bündeln, Kolleg:innen miteinander verbinden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schaffen. Für sie ist Innungsarbeit keine Pflichtaufgabe, sondern eine Chance für Austausch, Weiterentwicklung und ein Handwerk, das zusammenhält. Mit ihrem langjährigen Engagement, ihrem klaren Blick für Qualität und ihrem tief verwurzelten Teamgedanken sind die Inhaberinnen von Trillion Hair ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne im Friseurhandwerk zusammenfinden. Vielen Dank, dass wir zu Besuch sein durften! @trillion.hair @friseurinnungbs www.trillion-hair.de weiter >>
Salonportrait #24 | Haarlekin
Haarlekin in Walsrode steht für Kreativität, Präzision und ein Friseurhandwerk, das Vertrauen schafft. Die Inhaberin Carola Plesse-Münchberg ist seit 30 Jahren selbstständig und wurde bereits zu Beginn ihrer Karriere als Jungmeisterin ausgezeichnet. Gemeinsam mit ihrem siebenköpfigen Team – darunter drei Auszubildende – hat sie sich auf Haarverlängerungen, Haarverdichtungen und Haarintegration spezialisiert. Dafür wurde der Salon unter anderem von Great Lengths ausgezeichnet. Besonders sensibel ist das Thema Haarverdichtung und -integration. Für die Kund:innen steht daher ein separater Raum zur Verfügung, in dem sie sich ungestört wohlfühlen können. Carola Plesse-Münchberg ist zudem Lockenprofi: Viele Kund:innen nehmen weite Wege in Kauf, um ihre Locken im Haarlekin frisieren zu lassen. Neben ihrer Arbeit im Salon ist Carola Plesse-Münchberg seit Beginn ihrer Selbstständigkeit aktiv in der Innung. Sie war direkt im Vorstand tätig, engagierte sich als Obermeisterin und im Fachbeirat. Ihr ist es wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die gleichen Themen bewegen. Für sie gilt: Wer sich fachlich austauscht, hat immer kompetente Ansprechpartner:innen – und in der Gemeinschaft ist das Handwerk immer stärker. Mit ihrem Fachwissen, ihrer Leidenschaft für besondere Haartechniken und ihrem Engagement in der Innung zeigt Carola Plesse-Münchberg, wie Expertise, Teamgeist und Gemeinschaft Hand in Hand gehen. Vielen Dank, dass wir zu Besuch sein durften! @haar_lekin_walsrode weiter >>
Salonportrait #23 | Friseur Toborg
Friseur Toborg in Lamstedt ist seit 1970 eine feste Größe in der Region – ein familiengeführter Salon, der inzwischen in der vierten Generation geführt wird. Neben klassischen Friseurleistungen bietet der Salon auch Nageldesign, Haarverlängerungen, Perücken sowie moderne Farbtechniken an. Dabei verbinden die fünf Teammitglieder ihre individuellen Vorlieben und Spezialisierungen zu einem vielfältigen Leistungsangebot, das sowohl klassische Schneidetechniken als auch den innovativen Calligraphie Cut umfasst. Tradition und Handwerk gehen bei Toborg Hand in Hand. Inhaber und Obermeister Ingo Toborg ist durch seinen Vater schon früh in die Innungsarbeit hineingewachsen und engagiert sich bis heute im Prüfungsausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Soziales des Landesinnungsverbandes. Besonders bedeutend war seine Entwicklung des Grundkonzepts für die Praktikumsmappe. Dieses Konzept wurde gemeinsam mit dem Landesinnungsverband weiterentwickelt und dient heute erfolgreich als Leitfaden für ein zweiwöchiges Schüler:innenpraktikum in vielen Betrieben – nicht nur in Niedersachsen. Friseur Toborg steht damit für eine Kombination aus Erfahrung, handwerklicher Präzision und Engagement für die nächste Generation. Tradition, Fachwissen und Innovation treffen hier aufeinander – zum Vorteil der Kund:innen und des Nachwuchses im Friseurhandwerk. Vielen Dank, dass wir zu Besuch sein durften! @friseurtoborglamstedt www.friseur-lamstedt.de weiter >>
Geschäftsstelle macht Winterpause
Die Geschäftsstelle ist vom 22.12.2025 bis einschließlich 02.01.2026 nicht besetzt.Ab dem 05.01.2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie erreichbar. Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. weiter >>
Salonportrait #22 | Meyer 5.0
Bei Meyer 5.0 ist der Name Programm: Hier lebt Tradition – und das bereits in der fünften Generation. Inhaberin Heike Meyer-Köchy führt den Salon mit derselben Leidenschaft, die schon ihre Vorfahren geprägt hat. Das spürt man nicht nur im Umgang miteinander, sondern sieht es auch: Historische Werkzeuge des Friseurhandwerks und die Meisterbriefe früherer Generationen schmücken den Salon und erzählen die Geschichte eines Familienbetriebs, der seit 1969 Bestand hat. Auch das aktuelle Team steht für Beständigkeit. Viele von ihnen arbeiten seit vielen Jahren zusammen und haben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut, die sich auf die Atmosphäre im Salon überträgt – herzlich, professionell und geprägt von echtem Miteinander. Für Heike Meyer-Köchy bedeutet Tradition aber nicht Stillstand. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten aktiv für das Friseurhandwerk. Ihr Vater ist Ehrenlandesinnungsmeister. Sie selbst ist im Vorstand der Innung Braunschweig tätig. Seit über 30 Jahren bringt sie sich zudem im Prüfungsausschuss ein und unterstützt so den Nachwuchs dabei, ihren beruflichen Weg erfolgreich zu gehen. Ein besonderes Anliegen ist ihr auch das soziale Engagement. Statt kleiner Geschenke zur Weihnachtszeit entscheiden die Kund:innen darüber, welche lokalen Projekte unterstützt werden sollen. Aktuell stehen drei Initiativen zur Auswahl – ein schönes Zeichen dafür, dass Gemeinschaft bei Meyer 5.0 nicht an der Salontür endet. Mit ihrer tief verwurzelten Familientradition, dem starken Team und einem beeindruckenden Engagement für Handwerk und Gesellschaft zeigt Heike Meyer-Köchy, wie modern gelebte Tradition aussehen kann. Vielen Dank, dass wir zu Besuch sein durften! @meyer_5.0 @friseurinnungbs www.friseur-meyer5-0.de weiter >>
Friseurhandwerk fordert eigene Hygieneverordnung für Niedersachsen –„praxisnah, wirksam und ohne Überregulierung“
Das niedersächsische Friseurhandwerk fordert die Landespolitik auf, eine eigenständige Hygieneverordnung für körpernahe Dienstleistungen zu aktualisieren oder zu schaffen. Hintergrund sind wachsende Unsicherheiten bei Kontrollen in den Betrieben und uneinheitlichen Umgang der Hygieneverordnung durch die Gesundheitsämter. Das Positionspapier des Landesinnungsverbandes macht deutlich, warum eine branchenspezifische Regelung notwendig und längst überfällig ist. Das Infektionsschutzgesetz erlaubt ausdrücklich landesspezifische Regelungen – andere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen nutzen diesen Spielraum bereits. Landesinnungsmeisterin Manuela Härtelt-Dören betont: „Unsere Branche arbeitet seit jeher unter hohen Hygienestandards. Neue Betriebsformen, gesellschaftliche Veränderungen und Quereinstiege erfordern jedoch klare, landesweit einheitliche Regeln. Niedersachsen braucht eine neue oder aktualisierte Verordnung, die die Realität unserer Betriebe widerspiegelt – nicht die Strukturen medizinischer Großkliniken.“ Das vermehrte Auftreten von Risiken wie dem Hautpilz Trichophyton tonsurans hat dazu geführt, dass die Gesundheitsämter ihre Kontrollpraxis und Fürsorge verstärkt in den Fokus rücken. Dabei zeigt sich jedoch deutlich, dass die Niedersächsische Hygieneverordnung in der Praxis sehr unterschiedlich ausgelegt wird – mit entsprechend uneinheitlichen Vorgaben und spürbaren Unsicherheiten für die Betriebe.Gleichzeitig orientiert sich die bestehende Verordnung in weiten Teilen an Anforderungen aus dem medizinischen Bereich, etwa der Pflicht zu Hygienebeauftragten oder Surveillance-Maßnahmen und bildet die Besonderheiten körpernaher Dienstleistungen nur unzureichend ab. Dies führt im Alltag der Betriebe wie der Behörden zu Interpretationsspielräumen und vermeidbaren Missverständnissen. Katharina Kalinowsky, Vorsitzende des Ausschusses Umwelt & Gesundheit, unterstreicht: „Eine branchenspezifische Hygieneverordnung ist längst überfällig! Friseurunternehmerinnen und -unternehmer haben in Ausbildung und Meisterprüfung ihre Fachkenntnisse bewiesen. Jetzt brauchen wir mehr einheitliche Standards vor Ort und keine zusätzlichen Schulungen oder Belastungen. Eine aktualisierte bzw. neue Verordnung würde mehr Transparenz für Betriebe, Behörden und Verbraucher schaffen.“ Ein niedersächsischer Ansatz nach dem Berliner Modell hat das Potenzial, klar strukturierte und branchenspezifische Hygienevorgaben effizient umzusetzen: Er schafft Transparenz und Rechtssicherheit, erleichtert den Vollzug und stärkt das Vertrauen der Kundschaft – ohne den Betrieben zusätzliche Bürokratie aufzubürden.Geschäftsführer Sebastian Kunde ergänzt: „Niedersachsen kann eine moderne, praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Lösung für über 15.000 Betriebe im Bereich der körpernahen Dienstleistungen schaffen – basierend auf bewährten Standards, Umsetzbarkeit der Hygieneverordnung und passgenau zugeschnitten auf das Handwerk. Es geht um Gesundheitsschutz, Fairness, Rechtsklarheit und Vertrauen.“ Der Landesinnungsverband fordert das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie die politischen Fraktionen auf, die Erarbeitung einer eigenständigen Hygieneverordnung jetzt entschlossen einzuleiten und durchzusetzen – gemeinsam mit Berufsvertretungen und Fachbehörden. Positionspapier herunterladen weiter >>
Salonportrait #21 | Manuelas Hair-Studio
Seit nunmehr 18 Jahren ist Manuelas Hair-Studio fester Bestandteil des Stadtkerns von Neustadt am Rübenberge. Gegründet und bis heute mit viel Leidenschaft geführt von Inhaberin Manuela Wegner, steht der Salon für fachliches Können, individuelle Beratung und ein vielseitiges Angebot, das weit über klassische Friseurdienstleistungen hinausgeht. Ein Team aus zehn engagierten Mitarbeiter:innen – darunter drei Auszubildende – sorgt dafür, dass die Kund:innen sich in einem persönlichen Ambiente wohlfühlen. Neben Haarschnitten, Farb- und Stylingtechniken gehören Nageldesign, Kosmetik, Perücken und Haarersatz fest zum Leistungsspektrum. Besonders die Kosmetik liegt Manuela Wegner am Herzen. Seit 15 Jahren bringt sie ihr Wissen auf die Bühne: Als Mitglied im Modeteam präsentiert sie zweimal jährlich die aktuellen Kosmetiktrends für den Landesinnungsverband Niedersachsen. Damit inspiriert sie Kolleg:innen und gibt wichtige Impulse für die Branche. Auch als Obermeisterin ihrer Innung, ein Amt, das sie seit nunmehr 20 Jahren innehat, engagiert sich Manuela Wegner mit Weitblick und Leidenschaft. Besonders die politischen und modischen Aspekte der Innungsarbeit faszinieren sie – hier verbindet sich fachliche Expertise mit der Möglichkeit, die Zukunft des Handwerks aktiv mitzugestalten. Ihr Team teilt diesen Spirit: Schon die Auszubildenden sind mit Begeisterung dabei und zeigen beim freestyle* selbstbewusst auf der Bühne ihr Können, ihre Kreativität und vor allem, wie viel Spaß der Beruf macht. „In unserem Handwerk steckt so viel Leidenschaft, Kreativität und Persönlichkeit – und genau das möchten wir nach außen tragen und an die nächste Generation weitergeben.“ – Manuela Wegner Vielen Dank, dass wir zu Besuch sein durften! @manuelashairstudio www.manuelas-hair-studio.de weiter >>
Mitgliederversammlung 2025: Verband setzt klare Signale für Branche und Politik
Der Landesinnungsverband des Friseur- und Kosmetikhandwerks Niedersachsen hat auf seiner Mitgliederversammlung am 23. November 2025 in Asendorf zentrale Weichen für das kommende Jahr gestellt. Landesinnungsmeisterin Manuela Härtelt-Dören eröffnete die Sitzung und skizzierte in ihrem Bericht die aktuelle Lage der Branche. Besonders die Zunahme von No-Show-Terminen, wachsende Schwarzarbeit sowie Unsicherheiten rund um Probearbeit und neue gesetzliche Vorgaben bewegen viele Betriebe. Aus Gesprächen mit Landesregierung und Spitzenpolitikern berichtete sie über Themen wie Sozialkassen, Lohnkosten und Kammerverpflichtung. Die weiterhin ungeklärte Situation der Corona-Soforthilfen sorgte erneut für intensiven Austausch. Im fachlichen Teil stand die Mode im Mittelpunkt. Die diesjährige Herbstpräsentation, erstmals zentral in Hannover durchgeführt, war mit mehr als 200 Teilnehmenden die größte bundesweite Veranstaltung dieser Art. Das neue Konzept, Modepräsentation und Verbandstagung näher zusammenzuführen, fand breite Zustimmung. Auch die Ausschüsse berichteten über ihre Schwerpunkte. Der WiSo-Ausschuss empfahl eine Tarifsteigerung von 8,2 Prozent für 2026 und erläuterte neue rechtliche Vorgaben zur genderneutralen Preisgestaltung und zur Befristung von Arbeitsverträgen. Im Bereich Berufsbildung wurden überarbeitete Beurteilungsbögen, das neue Prüferportal im E-Campus sowie Projekte wie „German Craft Skills“ vorgestellt. Weitere Themen betrafen Hygienevorgaben, Gesundheitsämter und Öffentlichkeitsarbeit – darunter die Präsentation der neuen Verbandswebsite. Ein zentraler Beschluss der Versammlung war die Annahme einer Petition an den Niedersächsischen Landtag. Sie fordert den vollständigen Erlass der Rückforderungen zur Corona-Soforthilfe aus dem Jahr 2020 sowie die Erstattung bereits gezahlter Beträge. Die Delegierten stimmten dem Vorstoß mit nur einer Enthaltung zu. Geschäftsführer Sebastian Kunde legte den Haushalt 2026 vor. Zudem verabschiedeten die Delegierten eine neue Satzung, die den Verband für digitale und hybride Formate öffnet und das Kosmetikhandwerk offiziell einbindet. In der abschließenden Diskussion wurden Fragen zu Mindestlohnkommunikation, Datenschutz an Berufsschulen und Informationsmaterialien für Obermeister thematisiert. Mit klaren Positionen und neuen Impulsen zeigte die Versammlung: Der Verband will auch 2026 eine starke Stimme für das Friseur- und Kosmetikhandwerk bleiben. weiter >>